Die Wühlmaus/der Garten/und ich

Montag, 13. April 2015

 
... aber leider ist in dieser Partnerschaft einer zu viel. Und zwar die Wühlmaus ... und mit aller Wahrscheinlichkeit ihre gefräßige Familie. Seit zwei Jahren macht sie uns im Garten und insbesondere an unserer Rotbuchenhecke Probleme. Sie knabbert die Stämme ungefähr in 15 cm tiefe an und hin ist die Pflanze ... zum heulen!
 

Wir haben die komplette Hecke im Herbst 2011 gepflanzt. Die Pflänzchen waren damals nicht höher als 15 cm, weil wir für ca. 40-45 Meter ordentlich Pflanzen brauchten (auf 1 m haben wir ungefähr 6 Pflanzen genommen). 1/3 der Hecke ist zu Straße hin auf dem Steinwall gepflanzt und der Rest dient, in der kompletten Länge als Abtrennung zu unseren Nachbarn. Zum Bewässern haben wir über die gesamte Länge einen Bewässerungsschlauch gelegt ... eine wirklich wunderbare Sache, ersparte uns eine Menge Zeit. Die Hecke hat es uns auch in den nächsten Jahren gedankt. Sie wuchs ordentlich und erfüllte langsam ihren Zweck.


Bis Frühjahr 2014. Bei einem Gartenrundgang fiel mir eine schiefe Heckenpflanze, zum Nachbargrundstück, ins Auge ... zu erst habe ich gedacht, dass die Kinder beim Spielen drauf getreten wären. Aber als ich die Pflanze wieder richten wollte, hatte ich sie auch schon in der Hand ... ohne Wurzel, abgeknabbert ... da war mir klar, dass sich hier ein Viech an meinen Jungpflanzen vergeht. Und leider blieb es nicht nur bei der einen ... die so entstandenen Löcher in der Hecke haben wir ersetzt und weiter nichts unternommen. Recht schnell war uns aber klar, dass es eine Wühlmaus sein muss.


 
Bis Frühjahr 2105. Wieder ein Rundgang. Wieder mehrere abgeknabberte Pflanzen ... da ist mir der Kragen dann geplatzt und ich wusste, dass ich handeln musste ...  




Erste Maßnahme war wieder Jungpflanzen besorgen, um die bestimmt 2-3m Hecke zu ersetzen(schnief ... die Hecke war schon über ein Meter hoch). Diesmal wollte ich die Pflanzen vor der Wühlmaus schützen, in dem ich die Jungpflanze in einen Maschendrahtrohr stecke. Mit dem einfachen Hintergedanken, dass die Wühlmaus nicht mehr am Hauptstamm knabbern kann. Das bauen geht ganz einfach: im Baumarkt sehr feinen Maschendrahtgitter besorgen, ca. 35cm *40cm Platten zuschneiden, zu einem Rohr zusammen stecken. Ab in die Erde ... und abwarten.
 


Und ihr werdet es nicht glauben aber dass Viech hat ein paar Tage später (wahrscheinlich vor lauter Wut, dass sie nicht mehr an die zarten Pflanzen kommt) an einem anderen Teil der Hecke wieder ein paar alte Pflanzen abgeknabbert ... weitere Maßnahmen mussten eindeutig folgen. Mein Mann hat parallel der Hecke eine ca. 35cm tiefen, schmalen Graben mit dem Spaten gegraben und dort auch das Gitter vergraben, so dass der Maus, der Zugang zu den Wurzeln wenigsten erschwert wird.


... puh! Ganz schön viel Text für mich! Ich bin sehr gespannt, wie und ob unsere Maßnahmen wirken. Und falls jemand andere Lösungsvorschläge hat ... ich höre sie mir gerne an.

auf bald
Karolina



Der Wahrheitshalber möchte ich auch erwähnen, dass wir uns auch spezielle Giftköder für Wühlmäuse besorgt haben. Haustier und Nutztiere kommen nicht dran, weil sie in einem kleine Gehäuse drinnen sind, in den nur die Wühlmaus reinkommt. Also liebe Tierfreunde  ... bitte nicht böse sein!

Kommentare :

  1. Oh mein Gott, das ist ein Alptraum. Wir wollen auch eine Buchenhecke pflanzen, da kann ich ja nur hoffen das uns das erspart bleibt.... :-O. Wieviel ist sie den pro Jahr gewachsen?
    Ach, das ist aber auch ärgerlich. Ganz ehlich, ich würde
    alles, was es auf dem Markt gibt, anwenden um diese Biester zu vertreiben oder mehr.
    Ich wünsche euch viel Erfolg und liebe Grüße
    Christin

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    1. Oh ja ... so langsam wird es wirklich ein Alptraum! Ich bin aber weiter guter Hoffnung ....
      Die Hecke kann, bei guter Pflege und Schnitt, bestimmt 20-30 cm pro Jahr schaffen. Ich mag sie besonders, weil sie so satt grün ist. Die Blätter werden zwar zum Winter hin braun aber die sie bleiben dran und die Hecke ist auch im Winter recht blickdicht.

      lg
      Karolina

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  2. Hallo Karolina,
    es ist wirklich immer schade, wenn man sich so viel Arbeit für etwas gemacht hat und plötzlich war alles umsonst. Ich drück euch die Daumen, dass die Wühlmäuse nicht noch mehr Schaden anrichten.
    Viele Grüße Doris

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    1. Genau das ist der Punkt! Die ganze Mühe und Arbeit ... und dann sowas!
      Werde berichten, wie es weiter geht ...

      lg
      Karolina

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  3. Hallo Karolina,
    wie ärgerlich.
    Drücke Dir die Daumen das Ihr jetzt Ruhe habt.
    Liebe Grüße, Kerstin

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    1. Ach ... danke!
      Ich drück mir auch die Dauen und meiner Hecke!

      lg
      Karolina

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  4. Karolina, das kennen wir! bei uns waren es fünf Jahre alte Apfelbäume in Gitter gepflanzt, die sie umgelegt hat. Das Gitter war zwecklos, weil sie die austretenden Wurzeln einfach abgenagt hat. Weitere Sträucher ebenfalls. Irgendwie lebe ich jetzt mir ihr, ich kaufe nur günstige Sträucher auf ihrem Weg. Sie ist ja nicht überall.
    Sigrun

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    1. Ohhhhh ....... Sigrun!
      Deine Erfahrung stimmen mich nicht positiv ... ich werde schauen ob wir sie doch noch los werde!

      lg
      Karolina

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    2. Hallo. Man das ist ärgerlich. Wir haben auch Wühlmäuse und auf einem Hang kann ich Pflanzen was ich will,den Mäuse n mundets. Jetzt hab ich Efeu gesetzt und bin gespannt. Ich drücke dir beide Daumen, das den Biestern der Hunger vergeht. Lg

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    3. Anscheinend haben doch viel das gleiche Problem!
      ... und Efeu mögen die Biester nicht? Wäre ja eine Möglichkeite!

      lg
      Karolina

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  5. Ach das ist ja schrecklich! Die schöne Hecke!
    Ich bin mal gespannt und hoffe natürlich sehr, dass das mit dem Gitter klappt.

    Greetings & Love
    Ines

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  6. Hej! Auch bei uns versuchen sich die lieben Tierchen mit ihren Kollegen, den Maulwürfen, immer wieder. Wir haben unseren Garten im Herbst 2014 angelegt, mit Rollrasen und Co. Nach ein paar Wochen der Ruhe und des entspannenden Blickes auf die ebene, grüne Fläche ging es los..... Wühlmäuse haben einen Teil des frisch gelegten Rasens untergraben! Und die Maulis haben es auch an (bisher) zwei Stellen auf dem Rasen versucht. Ich muss dazu sagen, dass unser Grundstück direkt an einem Feld liegt. Die Tiere wollen ja auch nur leben! Aber! Nicht mit uns! So haben wir uns für Buttersäure entschieden. Gibt es im Internet bei Buttersäure24 zu kaufen. Auf dem Rasen ist keine Wühlmaus mehr, auch die Maulis haben sich zurückgezogen. Natürlich versuchen sie es immer mal wieder, aber da muss man dann halt gleich reagieren und mit Buttersäure getränkte Küchentücher in die Gänge schieben. Das Zeug stinkt wirklich fürchterlich, aber eben nicht nur für uns Menschen, die Tierchen scheinen es auch zu verabscheuen!!! Ich hoffe, dass der Rest eurer Hecke in Ruhe wachsen kann, und viel Spaß noch beim gärtnern!
    Viele Grüße aus Seppenrade
    Melanie

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  7. Ach Mensch, das tut mir auch richtig leid mit der Hecke, das ist so aergerlich, soviel Arbeit habt ihr schon investiert.Ich hoffe fuer dich, dass es nun besser wird! LG die Karo

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  8. Hallo Karolina, ich hoffe, ihr konntet der Wühlmaus schon zu Leibe rücken? Das ist immer so ärgerlich, wenn so ein kleines Viech die ganze bisherige Arbeit zunichte macht...
    Ich drücke die Daumen, dass ihr den Kampf gewinnt! Und wenn es klappt, schreibe mal wie...fürchte, wir werden auch nicht mehr lange davon verschont bleiben, bei den Nachbarn sind die Viecher schon angekommen *grummel*!

    Alles Liebe, Anne

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